Manche Kinder brauchen eine zweite Chance.
Das
Problem
· Sie lernen schwer lesen, schreiben oder rechnen, obwohl sie normal
bis überdurchschnittlich intelligent sind.
· Sie leiden unter Schul- und Versagensängsten.
· Sie haben Gleichgewichtsprobleme, sind ungeschickt und langsam.
· Einige sind Bettnässer, oder haben Allergien und Schlafstörungen.
· Manche sind ängstlich und anklammernd und scheuen jede
Anforderung.
· Einige sind hyperaktiv, unkonzentriert und ständig angespannt.
· Manche sind aggressiv und gewaltbereit.
Meist handelt es sich um Kinder, die ihre Eltern schon im frühen
Alter vor hohe Anforderungen gestellt haben. Zum Beispiel
· Kamen sie in keinen festen Schlafrhythmus, konnten nicht
einschlafen usw.
· Litten sie unter Verdauungsproblemen, waren schlechte Esser.
· Waren sie unruhig und fordernd, hatte häufige Wutanfälle bzw.
Stimmungsschwankungen.
· Waren sie häufig krank, litten an Allergien usw.
Die
Ursache
Forschungsarbeiten in England, Irland und Schweden haben ergeben,
dass bei einer Häufung dieser Symptome körperliche Ursachen zugrunde liegen
können, die das Ergebnis einer neurophysiologischen Entwicklungsverzögerung
im frühen Lebensalter sind (siehe Risikofaktoren).
Der
Hintergrund
Jedes gesunde Kind wird mit einer Reihe von Reflexen geboren, die
seinem Überleben dienen und die Grundlage für eine normale Bewegungsentwicklung
bilden.
In manchen Fällen ist die Weiterentwicklung der Reflexe gestört
und verbleibt in einem frühen Stadium. Dies beeinträchtigt die Reifung des
Nervensystems, der Sinne, des Gleichgewichts und der Koordination.
Solche minimale Funktionsschwächen werden anfänglich oft nicht
erkannt, obwohl viele dieser Kinder schon schwierige Babies waren. Nimmt jedoch
der Stress in der Umgebung des Kindes zu – meist mit Schuleintritt -, verursachen
diese strukturellen Schwächen die unterschiedlichsten Symptome. In diesem Fall
spricht man von einer neurophysiologischen Entwicklungsverzögerung.
Diese Kinder sind intelligent, in der Grundschule oft noch guten
Willens und voller Eifer. Da bei ihnen aber die grundlegenden Wahrnehmungs- und
Verarbeitungsprozesse noch nicht ausgereift sind, können sie trotz aller
Anstrengung einfach nicht die Leistungen erbringen, die unser Schulsystem
verlangt: lesen, schreiben, rechnen und rechtschreiben.
Für viele Kinder beginnt hier ihr Leidensweg als Schulversager.
Sie fühlen sich trotz gutgemeinter therapeutischer Hilfen unverstanden. Das
sind sie auch, wenn ihre Leistungsschwächen, ihre Verhaltens-auffälligkeiten,
ihre Ängste und ihre Aggressivität nicht als Folgen der zugrundeliegenden
neurophysiologischen Störung erkannt werden.
Die
Lösung
besteht in der Behebung der ursächlichen Entwicklungsverzögerung.
Damit erhält das Gehirn eine zweite Chance, den Reifungsprozess zu vollenden
und erschließt dadurch dem Kind das notwendige Rüstzeug zur Erfüllung der
seinem Alter entsprechenden Anforderungen.
Die
Schritte zum Ziel
Der erste Schritt besteht in einem ausführlichen
Beratungsgespräch, in dem die Hintergründe der Störung eingehend besprochen
werden. Die Wahrscheinlichkeit einer neurophysiologischen
Entwicklungs-verzögerung wird anhand der Häufung der in der Risikoliste
angeführten Faktoren festgestellt.
Es folgt eine mehrstündige diagnostische Untersuchung. Dies gibt
Aufschluss über das Reflexprofil, das Gleichgewicht, die Fein- und Grobmotorik,
die sensorische Wahrnehmungsfähigkeit, über Augenmotorik und Lateralität.
Entsprechend dem Untersuchungsergebnis wird ein dem
neurophysiologischen Entwicklungsstand entsprechendes Übungsprogramm erstellt.
Die Resultate des Programms werden alle 8 Wochen überprüft und die Übungen dem
jeweils erreichten Stadium angepasst.
Die Übungen benötigen zwischen 3 und 15 Minuten pro Tag. Die
durchschnittliche Programmdauer beträgt 12 Monate.
Des weiteren arbeitet die Integrationspraxis mit einer Reihe von Hörtrainingsverfahren
bei Sprach- und zentralen Hörverarbeitungsproblemen.
LISTE
Falls Sie 7 oder mehr Fragen mit ja beantworten, besteht eine hohe
Wahrscheinlichkeit, dass den Problemen der betreffenden Person Entwicklungsverzögerungen
zugrunde liegen.
Risikofaktoren:
· Gab es während der Schwangerschaft irgendwelche medizinische
Probleme (z. B. Bluthochdruck, übermäßiges Erbrechen, eine Virusinfektion
usw.)?
· War die Geburt mehr als 2 Wochen verfrüht oder verspätet?
· War der Geburtsprozess ungewöhnlich oder besonders schwierig
(Eingeleitet, Steißlage, Einsatz von Zange oder Saugglocke usw.)?
· War Ihr Kind klein (unter 2,5 kg) oder hatte es: einen verformten
Schädel, deutlich blaue Farbe, Gelbsucht, blaue Flecken, Atmungsprobleme?
· Sind in der Familie schon Lernstörungen aufgetreten?
Häufige Anzeichen:
·
Hat Ihr Kind das Kriechen und
Krabbeln ausgelassen?
·
Hat Ihr Kind auffallend früh
oder spät laufen gelernt
·
Hat Ihr Kind spät sprechen
gelernt?
·
Hat Ihr Kind das Schuhbänder
Knüpfen oder Knöpfe Zumachen schwer gelernt?
·
Hat/Hatte Ihr Kind
Schwierigkeiten, lesen zu lernen?
·
Hat/Hatte Ihr Kind
Schwierigkeiten, schreiben zu lernen / beim Wechsel von Block- zu
Schreibschrift?
·
Hat/Hatte Ihr Kind
Schwierigkeiten beim Uhren (analog, nicht digital) Lesen lernen?
·
Hat/Hatte Ihr Kind
Schwierigkeiten, Fahrrad fahren zu lernen?
· Leidet Ihr Kind unter Reiseübelkeit?
· Hat/Hatte Ihr Kind Schwierigkeiten, einen Ball zu fangen oder
andere Augen- /Hand Koordinationsprobleme?
· Hat Ihr Kind schlechte Orientierung oder Schwierigkeiten, links
und rechts zu unterscheiden?
· Ist/War Ihr Kind ein „Hals-, Nasen- und Ohren-“ Kind oder leidet
es häufig an Erkältungen oder Lungeninfektionen?
· Gab oder gibt es Anzeichen von allergischen Reaktionen?
· Hat Ihr Kind Schwierigkeiten, still zu sitzen und sich zu
konzentrieren?
· Begann Ihr Kind ab 12-13 Jahren an regelmäßigen oder schweren
Kopfschmerzen zu leiden?
· Zeigen sich bei Müdigkeit Sprachprobleme?
INTEGRATIONSPRAXIS
Ted Pawloff
Kirchenstiege 3 4310
Mauthausen OÖ
Tel./Fax: 07238 29284
e-mail t.pawloff@bigfoot.com
INTEGRATIONSPRAXIS
Ted Pawloff
Jenseits der Symptome:
Lernschwierigkeiten
Verhaltensauffälligkeiten
Ungeschicklichkeit
Ängstlichkeit
Die Ursachen beheben:
NEUROPHYSIOLOGISCHE
ENTWICKLUNGSFÖRDERUNG